Rituale cisterciense (1892) - 1. Buch, 6. Kapitel:
[1.] Niemand soll in der Kirche umhergehen, sprechen oder irgendeinen Lärm verursachen: Wenn aber das Opus Dei beendet wurde, gehen sie in größtem Schweigen hinaus, außer jenen, die für sich still beten wollen. Zum Gebet können die Brüder nämlich in die Kirche gehen während der Zeit der Lesung und bei jedem Intervall [d.i. eine kurze freie Zeit]; doch sollen sie dort weder sitzen, noch lesen, noch ein Buch halten, noch die Kapuze auf dem Kopf behalten. Sie sollen nicht zur Gänze hingestreckt beten, sondern nur stehend oder mit gebeugten Knien, es sei denn, sie sind krank.
2. So lesen sie gleicherweise nicht, solange das Opus Dei gefeiert wird, es sei denn, dies sei für sie notwendig, noch bedecken sie die Häupter, außer zu den Psalmen, Antiphonen, Lesungen, Responsorien, zur Epistel und zum Tractus oder zum Alleluia.
3. Die Sitze heben sie auf oder lassen sie nieder, indem sie sie mit der Hand ohne Lärm bewegen; und sind sie gezwungen zu husten, zu niesen, auszuspucken oder sich zu schnäuzen, so tun sie dies, so gut sie können, still und schicklich, indem sie weder den Boden noch die Sitze beschmutzen. Die Bücher öffnen sie übrigens nur, wenn es ihnen zukommt, und schließen sie ziemlich, sowie unter Vermeidung von Lärm.
4. Sie treten nur aus einer Notwendigkeit heraus in den Chor ein oder gehen durch ihn hindurch, wenn die Brüder sich verneigen oder außerhalb der Stalle stehen; ebenso zum Vers O Gott, komm mir zu Hilfe, Ehre sei dem Vater, zu den Hymnen, Antiphonen oder feierlichen Collectae, zum Evangelium, dem Vaterunser, und zu ähnlichen Gelegenheiten. Derjenige trete beiseite und verhalte sich wie der Chor [der Mönche], bis dieses Gebet oder das Evangelium beendet wurde, und geht an seinen Platz.
5. Niemand rezitiere oder lese einzeln das Offizium, auch wenn er zu spät zum Opus Dei gekommen ist: Sondern er singe es mit den anderen, sobald er sich dem Konvent beigesellt hat, und wenn die Hore beendet wurde, nehme er sein[en Teil des] Offizium auf. Wenn jemand zum Buch geht oder von dort zurückkehrt, der durch den Chor gehen muss, soll niemand singen, außer den Kantoren oder anderen, die die Brüder aufmuntern.
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Mittwoch, 3. August 2011
Mittwoch, 27. Juli 2011
Rituale cisterciense Deutsch - 1. Buch, 10. Kapitel: Von der Weise und Ordnung, die Horen, Hymnen, Antiphonen und Psalmen anzustimmen
Rituale cisterciense (1892), 1. Buch, 10. Kapitel:
[1.] Der den Wochendienst ausübende Priester, der die Horen beginnt, singt alles [Folgende] sehr langsam, ehrfürchtig und gedehnt: O Gott, komm mir zu Hilfe und zur Komplet Wende dich uns zu.; mit der gleichen Langsamkeit und Gesetztheit schließt der Konvent an: Herr, eile, mir zu helfen oder Und wende den Zorn ab: Man macht eine Pause vor dem Ehre sei dem Vater und vor Wie im Anfang; und alles andere wird weiter unten zu behandeln sein.
2. An [Tagen] mit zwölf Lesungen beginnt der Kantor, der auf der Seite des Invitatoriums steht, die Hymnen zu allen Horen: ausgenommen sind Sext und Non, denn zu diesen Horen beginnt sie derjenige, der unterhalb des Invitators steht. Wenn der Kantor fehlt, hilft derjenige auf der gleichen Chorseite aus, der ihm beigesellt ist. An Tagen ohne Fest jedoch beginnt der Subinvitator alle Hymnen.
3. Der Abt stimmt immer die erste Antiphon in der Ersten Nokturn an. Wenn er fehlt, [tut das] der als Erster im Chor des Invitatoriums steht. Wenn der Abt jedoch anstimmt, stimmt jener den [zugehörigen] Psalm an. Die zweite Antiphon beginnt der Erste nach dem Abt im Chor des den Wochendienst ausübenden Priesters. Die dritte derjenige, der im Chor des Invitatoriums folgt, und so immer abwechselnd. Wann immer jedoch der letzte in einem Chor seine Antiphon angestimmt hat, dann stimmen der vorletzte und die anderen oberhalb in umgekehrter Reihenfolge die Antiphonen an, die noch übrig sind, auch, wenn sie schon etwas angestimmt haben.
4. Das Alleluia in der Zweiten Nokturn, auch am Ostertag, die Antiphon zu den Cantica, zu den Laudes und zu den übrigen Horen beginnt der Invitator; den Psalm jedoch stimmt derjenige an, der unter ihm steht, oder aber derjenige, der über ihm steht, wenn der Beginnende selbst der Letzte sein sollte.
5. Denn sooft jemand eine Antiphon anstimmt (ausgenommen zum Benedictus und zum Magnificat), so beginnt derjenige, der unterhalb neben ihm steht, den Psalm oder das Canticum, oder aber der über ihm steht, wenn (wie gesagt wurde), derjenige der Letzte sein sollte, der in jenem Chor die Antiphon anstimmt. Doch wenn die Antiphon die ersten Worte des Psalms aufnimmt, dann beginnt der Psalm mit den darauf folgenden Worten.
6. Wenn derjenige, der die Antiphon anstimmen muss, fehlen sollte, dann beginnt sie derjenige, der oberhalb von ihm steht. Nichtsdestotrotz muss er aber seine eigene (wenn ihm eine zukommen sollte) in seiner Ordnung anstimmen. Wenn jedoch der Erste seines Chores fehlt, handelt in ähnlicher Weise, der an zweiter Stelle folgt.
7. Wer immer eine Antiphon beginnt, stehe ehrfürchtig, ein wenig aus der Stalle herausgetreten und mit dem Gesicht zum anderen Chor gewendet, mit entblößtem Haupt, die Hände an den Seiten herabgelassen bis zum Metrum [der Mitte des Psalmverses] des Psalmes; und derjenige, der neben ihm steht stimmt in ähnlicher Weise an. Darauf treten sie gleichzeitig in ihre Stalle zurück. Am Ende des Verses jedoch verneigt sich derjenige tief zum Altar hin, der die Antiphon gesungen hat; darauf stehe oder sitze er wie die anderen. Der Nebenmann jedoch verneigt sich nicht.
8. In gleicher Weise beginnt der Kantor oder der Sukzentor oder (bei zwölf Lesungen) der Abt die Antiphon zum Benedictus und zum Magnificat. Doch wenn der Abt diese anstimmt, dann stimmt der Kantor oder derjenige, der ihn in diesem Chor wohl vertreten soll, das Canticum an. Wenn jedoch der Kantor oder (wenn er abwesend ist) der Sukzentor die Antiphon beginnt, übernimmt jener im selben Chor, der [auch sonst] bei dessen Abwesenheit einspringt, seinen Dienst, und beginnt das Canticum.
9. Die Versikel der Nokturnen und Horen werden vom Invitator stehend gesungen, wie oben beschrieben, mit entblößtem Haupt, zum Altar gewendet, und sich dann verneigend, wenn er den ihm zukommenden Vers gesungen hat; er wartet nicht die Antwort des Chores ab. Wenn [der Invitator] fehlt, singt den Versikel für ihn, der neben ihm oberhalb oder unterhalb steht, wie wir oben von den Antiphonen gesagt haben.
10. Wo in directum [auf einem Ton] gesungen wird, werden die Psalmen in der obigen Ordnung ohne Antiphon angestimmt.
[1.] Der den Wochendienst ausübende Priester, der die Horen beginnt, singt alles [Folgende] sehr langsam, ehrfürchtig und gedehnt: O Gott, komm mir zu Hilfe und zur Komplet Wende dich uns zu.; mit der gleichen Langsamkeit und Gesetztheit schließt der Konvent an: Herr, eile, mir zu helfen oder Und wende den Zorn ab: Man macht eine Pause vor dem Ehre sei dem Vater und vor Wie im Anfang; und alles andere wird weiter unten zu behandeln sein.
2. An [Tagen] mit zwölf Lesungen beginnt der Kantor, der auf der Seite des Invitatoriums steht, die Hymnen zu allen Horen: ausgenommen sind Sext und Non, denn zu diesen Horen beginnt sie derjenige, der unterhalb des Invitators steht. Wenn der Kantor fehlt, hilft derjenige auf der gleichen Chorseite aus, der ihm beigesellt ist. An Tagen ohne Fest jedoch beginnt der Subinvitator alle Hymnen.
3. Der Abt stimmt immer die erste Antiphon in der Ersten Nokturn an. Wenn er fehlt, [tut das] der als Erster im Chor des Invitatoriums steht. Wenn der Abt jedoch anstimmt, stimmt jener den [zugehörigen] Psalm an. Die zweite Antiphon beginnt der Erste nach dem Abt im Chor des den Wochendienst ausübenden Priesters. Die dritte derjenige, der im Chor des Invitatoriums folgt, und so immer abwechselnd. Wann immer jedoch der letzte in einem Chor seine Antiphon angestimmt hat, dann stimmen der vorletzte und die anderen oberhalb in umgekehrter Reihenfolge die Antiphonen an, die noch übrig sind, auch, wenn sie schon etwas angestimmt haben.
4. Das Alleluia in der Zweiten Nokturn, auch am Ostertag, die Antiphon zu den Cantica, zu den Laudes und zu den übrigen Horen beginnt der Invitator; den Psalm jedoch stimmt derjenige an, der unter ihm steht, oder aber derjenige, der über ihm steht, wenn der Beginnende selbst der Letzte sein sollte.
5. Denn sooft jemand eine Antiphon anstimmt (ausgenommen zum Benedictus und zum Magnificat), so beginnt derjenige, der unterhalb neben ihm steht, den Psalm oder das Canticum, oder aber der über ihm steht, wenn (wie gesagt wurde), derjenige der Letzte sein sollte, der in jenem Chor die Antiphon anstimmt. Doch wenn die Antiphon die ersten Worte des Psalms aufnimmt, dann beginnt der Psalm mit den darauf folgenden Worten.
6. Wenn derjenige, der die Antiphon anstimmen muss, fehlen sollte, dann beginnt sie derjenige, der oberhalb von ihm steht. Nichtsdestotrotz muss er aber seine eigene (wenn ihm eine zukommen sollte) in seiner Ordnung anstimmen. Wenn jedoch der Erste seines Chores fehlt, handelt in ähnlicher Weise, der an zweiter Stelle folgt.
7. Wer immer eine Antiphon beginnt, stehe ehrfürchtig, ein wenig aus der Stalle herausgetreten und mit dem Gesicht zum anderen Chor gewendet, mit entblößtem Haupt, die Hände an den Seiten herabgelassen bis zum Metrum [der Mitte des Psalmverses] des Psalmes; und derjenige, der neben ihm steht stimmt in ähnlicher Weise an. Darauf treten sie gleichzeitig in ihre Stalle zurück. Am Ende des Verses jedoch verneigt sich derjenige tief zum Altar hin, der die Antiphon gesungen hat; darauf stehe oder sitze er wie die anderen. Der Nebenmann jedoch verneigt sich nicht.
8. In gleicher Weise beginnt der Kantor oder der Sukzentor oder (bei zwölf Lesungen) der Abt die Antiphon zum Benedictus und zum Magnificat. Doch wenn der Abt diese anstimmt, dann stimmt der Kantor oder derjenige, der ihn in diesem Chor wohl vertreten soll, das Canticum an. Wenn jedoch der Kantor oder (wenn er abwesend ist) der Sukzentor die Antiphon beginnt, übernimmt jener im selben Chor, der [auch sonst] bei dessen Abwesenheit einspringt, seinen Dienst, und beginnt das Canticum.
9. Die Versikel der Nokturnen und Horen werden vom Invitator stehend gesungen, wie oben beschrieben, mit entblößtem Haupt, zum Altar gewendet, und sich dann verneigend, wenn er den ihm zukommenden Vers gesungen hat; er wartet nicht die Antwort des Chores ab. Wenn [der Invitator] fehlt, singt den Versikel für ihn, der neben ihm oberhalb oder unterhalb steht, wie wir oben von den Antiphonen gesagt haben.
10. Wo in directum [auf einem Ton] gesungen wird, werden die Psalmen in der obigen Ordnung ohne Antiphon angestimmt.
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