[1.] Omnes Ecclesiae Ordinis nostri in honorem B. Mariae dedicatae sunt, et fere in modum crucis constructae : instar Ecclesiae Cisterciensis omnium matris; cujus longutudo in quatuor partes antehac dicvidebatur.
2. Prima eaque suprema, in qua est majus Altare, vocatur Presbyterium et distinguitur a reliquis une vel altero gradu. Majus Altare a muro sejungitur ut circuiri possit, et uno etiam vel duplici gradu a pavimento Presbyterii separatur. habet ad parietatem meridionalem Ministerium (seu Credentiam) in quo parantur vasa inservientia sacrificio. Infra vero gradum Altaris juxta eundem parietem sunt Stalla cum sedibus in quibus stant vel sedent Sacerdos et Ministri ad Tertiam et Missam.
3. In secunda parte Ecclesiae, quae Chorus est, sunt Stalla, sedes, et scamna in modum Pulpiti, in quibus stamus, sedemus vel prosternimur, ritu infra dicendo. Sedes vocantur Misericordiae, maxime ob partem subsellii inversam et recurvam, super quam inclinati residemus ut dicetur postea. Pulpita ipsa vocantur Formae. Stalla autem et sedes infra Formas positae, sunt Chorus Novitiorum.
4. ... [Retrochorus]
5. Navis similiter separatur a retrochoruo, et in ea sunt Stalla et sedes pro Conversis, cum Altaribus pro Missa de Beata et quotidiana Defunctorum.
6. In Oratorio seu Ecclesia nihil tolerari debet quod sanctitatem loci dedeceat : sed tantum quae ad cultum Dei pertinent; et ista sint nitida, munda, pura et integra. Bruta ne in eam intrent omnimodis caveatur.
7. Ornamenta, vasa, linteamina et alia id genus in vestiario (id est Sacristia) arcis distinctis, tutis et convenientibus recondantur, praeparantur, et asserventur. Libri etiam habeantur sufficientes pro numero Monachorum, id est Missale, Epistolare, Textus Evangelii, Regula, Liber usuum, id est Rituale, Psalterium, Hymnarium, Collectaneum, Antiphonarium, Lectionarium, Graduale, Processionale, et Calendarium seu Martyrologium.
8. Nihilominus super Altaria sint Crux, duo candelabra,, tapete cooperiens Altare et similia. Super majus autem, sacrum Christi corpus suspensum sit in vase deaurato; vel certe in armario quod tabernaculum vocant honorifice inclusum.
9. ... [Coemeterium]
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Mittwoch, 6. Juli 2011
Samstag, 2. Juli 2011
Rituale cisterciense Deutsch - 1. Buch, 3. Kapitel: Vom Oratorium des Klosters
Presbyterium der ehemaligen Abtei Haina mit Zelebrantensitzen, Wandtabernakel, Hochaltar und Piscine in der rechten Wand.
Aus dem Rituale cisterciense (1892), Buch 1, Kap. 3:
Vom Oratorium des Klosters.
[1.] Alle Kirchen unseres Ordens sind geweiht zu Ehren der Seligen Maria und gewöhnlich erbaut in form eines Kreuzes, nach Art der Kirche in Cîteaux, der Mutter aller [anderen]. Der Länge nach wird sie in vier Teile aufgeteilt.
2. Deren erste und wichtigste Partie, in der der Hochaltar steht, wird Presbyterium genannt und hebt sich von den anderen Partien durch eine oder zwei Stufen ab. Der Hochaltar ist von der Mauer abgerückt und kann umschritten werden. Durch eine oder zwei Stufen wird er vom Fußboden des Presbyteriums getrennt. An der Südwand befindet sich das Ministerium (oder die Kredenz), an dem die Gefäße bereitet werden, die der Opferfeier dienen. Unterhalb des Altares an derselben Wand befinden sich die Stallen mit den Sitzen, die für den Priester und die Altardiener bestimmt sind und derer sie sich zur Terz und zur Messe bedienen, um zu sitzen oder zu stehen.
3. In der zweiten Partie der Kirche, dem Chor, befinden sich die Stallen, die Sitze und die Bänke in form von Pulten, in denen wir stehen, sitzen und niederfallen, nach dem Ritus, der weiter unten beschrieben wird. Die Sitze heißen Miserikordien, vor allem wegen ihres rückwärtigen und aufgeklappten Bestandteiles, auf dem wir uns verneigt abstützen, wie nachher gesagt wird. Die Pulte heißen Formen. Die Stallen und Sitze unterhalb der Formen bilden den Novizenchor.
4. Nach Brauch des Ordens soll eine Wand den Chor vom Hinteren Chor (der die dritte Partie bildet) trennen. An sie lehnen sich die Abts- und Priorstalle und weitere Stallen an. Im Hinteren Chor befindet sich der Chor der Kranken.
5. Das Schiff wird gleicherweise vom Hinteren Chor getrennt und in ihm stehen die Stallen und Sitze für die Konversen, mit den Altären für die Messe von der Seligen [Jungfrau Maria] und die tägliche Messe für die Verstorbenen.
6. Im Oratorium oder der Kirche darf nichts geduldet werden, was der Heiligkeit des Ortes nicht ziemt: Nur das, was für den Kult Gottes gebraucht wird, und dies sei schön aussehend, sauber, rein und vollständig. Man hüte sich davor, schwerfällige Dinge ins Oratorium einzulassen.
7. Die Gewänder, Gefäße, Altarleinen und andere Dinge dieser Art sollen im Vestiarium (das ist die Sakristei) in unterschiedenen, sicheren und angemessenen Schränken gehütet, vorbereitet und aufbewahrt werden. Es gebe genug Bücher nach Zahl der Mönche, also: Missale, Epistolar, den Text des Evangeliums [Evangelistar], Regel, Gebräuchebuch - das heißt also das Rituale, Psalterium, Hymnarium, Collectaneum, Antiphonar, Lektionar, Graduale, Prozessionale und Kalendar oder Martyrologium.
8. Doch auf den Altären befinden sich das Kreuz, zwei Leuchter, die Decke, die den Altar bedeckt und ähnliches. Über dem Hochaltar jedoch sei der Heilige Leib Christi in einem vergoldeten Gefäß aufgehängt; oder aber er sei ehrerbietig eingeschlossen in einen Schrank, der Tabernakel heißt.
9. Um den oberen Teil der Kirche liegt außen der Friedhof, auf dem wir begraben werden, denn nach den Bestimmungen des Ordens soll niemand anderes in unseren Hauptkirchen begraben werden als Könige und Bischöfe. Die Äbte jedoch werden im Kapitelsaal beigesetzt, die Brüder auf dem Friedhof.
Aus dem Rituale cisterciense (1892), Buch 1, Kap. 3:
Vom Oratorium des Klosters.
[1.] Alle Kirchen unseres Ordens sind geweiht zu Ehren der Seligen Maria und gewöhnlich erbaut in form eines Kreuzes, nach Art der Kirche in Cîteaux, der Mutter aller [anderen]. Der Länge nach wird sie in vier Teile aufgeteilt.
2. Deren erste und wichtigste Partie, in der der Hochaltar steht, wird Presbyterium genannt und hebt sich von den anderen Partien durch eine oder zwei Stufen ab. Der Hochaltar ist von der Mauer abgerückt und kann umschritten werden. Durch eine oder zwei Stufen wird er vom Fußboden des Presbyteriums getrennt. An der Südwand befindet sich das Ministerium (oder die Kredenz), an dem die Gefäße bereitet werden, die der Opferfeier dienen. Unterhalb des Altares an derselben Wand befinden sich die Stallen mit den Sitzen, die für den Priester und die Altardiener bestimmt sind und derer sie sich zur Terz und zur Messe bedienen, um zu sitzen oder zu stehen.
3. In der zweiten Partie der Kirche, dem Chor, befinden sich die Stallen, die Sitze und die Bänke in form von Pulten, in denen wir stehen, sitzen und niederfallen, nach dem Ritus, der weiter unten beschrieben wird. Die Sitze heißen Miserikordien, vor allem wegen ihres rückwärtigen und aufgeklappten Bestandteiles, auf dem wir uns verneigt abstützen, wie nachher gesagt wird. Die Pulte heißen Formen. Die Stallen und Sitze unterhalb der Formen bilden den Novizenchor.
4. Nach Brauch des Ordens soll eine Wand den Chor vom Hinteren Chor (der die dritte Partie bildet) trennen. An sie lehnen sich die Abts- und Priorstalle und weitere Stallen an. Im Hinteren Chor befindet sich der Chor der Kranken.
5. Das Schiff wird gleicherweise vom Hinteren Chor getrennt und in ihm stehen die Stallen und Sitze für die Konversen, mit den Altären für die Messe von der Seligen [Jungfrau Maria] und die tägliche Messe für die Verstorbenen.
6. Im Oratorium oder der Kirche darf nichts geduldet werden, was der Heiligkeit des Ortes nicht ziemt: Nur das, was für den Kult Gottes gebraucht wird, und dies sei schön aussehend, sauber, rein und vollständig. Man hüte sich davor, schwerfällige Dinge ins Oratorium einzulassen.
7. Die Gewänder, Gefäße, Altarleinen und andere Dinge dieser Art sollen im Vestiarium (das ist die Sakristei) in unterschiedenen, sicheren und angemessenen Schränken gehütet, vorbereitet und aufbewahrt werden. Es gebe genug Bücher nach Zahl der Mönche, also: Missale, Epistolar, den Text des Evangeliums [Evangelistar], Regel, Gebräuchebuch - das heißt also das Rituale, Psalterium, Hymnarium, Collectaneum, Antiphonar, Lektionar, Graduale, Prozessionale und Kalendar oder Martyrologium.
8. Doch auf den Altären befinden sich das Kreuz, zwei Leuchter, die Decke, die den Altar bedeckt und ähnliches. Über dem Hochaltar jedoch sei der Heilige Leib Christi in einem vergoldeten Gefäß aufgehängt; oder aber er sei ehrerbietig eingeschlossen in einen Schrank, der Tabernakel heißt.
9. Um den oberen Teil der Kirche liegt außen der Friedhof, auf dem wir begraben werden, denn nach den Bestimmungen des Ordens soll niemand anderes in unseren Hauptkirchen begraben werden als Könige und Bischöfe. Die Äbte jedoch werden im Kapitelsaal beigesetzt, die Brüder auf dem Friedhof.
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