Sonntag, 31. Juli 2011

Rituale cisterciense Deutsch (1892) - Inhaltsverzeichnis: 1. Buch

Rituale cisterciense (1892), Inhaltsverzeichnis: 1. Buch

Von den kirchlichen Riten im Allgemeinen

Kap. 1: Vom "Opus Dei" ---------------------------------------------------------- 1
Kap. 2: Wie die Stunde des "Opus Dei" und des Englischen Grußes anzuzeigen ist -- 2
Kap. 3: Vom Oratorium des Klosters ---------------------------------------------- 6
Kap. 4: Von den Lampen und Lichtern --------------------------------------------- 8
Kap. 5: Von der Art und Weise zu gehen und vom Eintreten in die Kirche ---------- 9
Kap. 6: Wie die Brüder sich in der Kirche verhalten sollen ------------------------- 10
Kap. 7: Von der Ordnung der Versammlung --------------------------------------- 12
             Von den Gästen ---------------------------------------------------------- 12
Kap. 8: Wie die Brüder sich im Chor verhalten sollen ------------------------------- 14
             Von der Verneigung ------------------------------------------------------ 16
             Von der Prostration ------------------------------------------------------ 16
             Wie die Venia zu erbitten ist ---------------------------------------------- 17
             Von der Kniebeugung ---------------------------------------------------- 17
             Vom Sitzen ---------------------------------------------------------------- 17
Kap. 9: Vom Kreuzzeichen --------------------------------------------------------- 18
Kap. 10: Von der Weise und Ordnung, die Horen etc. anzustimmen ----------------- 19
Kap. 11: Von den Lesungen und Responsorien -------------------------------------- 21
Kap. 12: Vom Kyrie eleyson ------------------------------------------------------- 24
Kap. 13: Vom Gesang und der Psalmodie ------------------------------------------- 25
Kap. 14: Von der Orgel ------------------------------------------------------------- 26
Kap. 15: Von der Genugtuung im Chor ---------------------------------------------- 27
Kap. 16: Vom Verlassen des Chores ------------------------------------------------ 29
Kap. 17: Von den Prozessionen ----------------------------------------------------- 30
Kap. 18: Von der heiligen Eucharistie, dem Krankenöl u. den Reliquien der Heiligen - 33
Kap. 19: Von der Darbringung des Weihrauchs ------------------------------------- 35
               Vom Inzens des Altars --------------------------------------------------- 36
               Vom Inzens des Evangeliums und der Opfergaben ---------------------- 37
               Von der Beweihräucherung der Personen ------------------------------- 39
Kap. 20: Von der Segnung des Wassers und anderer Dinge ------------------------- 40
               Von anderen Segnungen ------------------------------------------------- 43
Kap. 21: Wie das regulare Offizium zu beginnen ist und wie die Lesungen, Collecten, Episteln und Evangelien zu singen sind ----------------------------------------------------------------------- 45
Kap. 22: Von der täglichen Lesung der Regel --------------------------------------- 53
             

Samstag, 30. Juli 2011

Rituale cisterciense Deutsch (1892) - 1. Buch, 2. Kapitel (11-17): Wie die Stunde des "Opus Dei" und des Englischen Grußes anzuzeigen ist

Rituale cisterciense (1892), 1. Buch, 2. Kapitel (11-17):
11. Zum ersten Zeichen der Non wird mit der größeren Glocke geläutet an Fasttagen, [und zwar] ungefähr ein Viertel vor dem zweiten. An Tagen mit Mittagessen jedoch ist das Zeichen des Englischen Grußes, das nach der Mittagsruhe gegeben wird wie oben angezeigt, das erste Zeichen der Non, für die das zweite immer mit der kleineren [Glocke] geläutet wird.
12. Die Vesper wird zuerst mit der Nola des Dormitoriums angezeigt, eine halbe Stunde vor dem zweiten Zeichen, das mit der für den Gottesdienst geeigneten Glocke, wie oben gesagt, geläutet werden soll.
13. Zur Kollatslesung, das ist die Lesung der Komplet, wird mit der kleinsten Glocke geläutet bis zum Zeichen des Oberen, dann wieder am Ende der Lesung vor der Komplet. Vom Vers Behüte uns jedoch bis zum Es segne wird mit der größeren geläutet, dann, nachdem die Antiphon Salve Regina gesungen und der Vers Die Seelen der Gläubigen gesungen wurde, wird zum Englischen Gruß angeschlagen.
14. Das Zeichen zu diesem Englischen Gruß nun aber wird gegeben drei Mal am Tag (also am Morgen vor dem Zeichen der Vigilien, am Mittag und am Abend) mit dem dreifachen Anschlagen der größeren Glocke, drei Male wiederholt, mit einem ausreichenden Intervall nach jeder Einheit, damit von den Hörenden das Gegrüßet seist du, Maria gesprochen werden kann. Wenn sie nämlich dieses Zeichen hören, sollen alle mit gebeugten Knien oder stehend (je nach [liturgischer] Zeit) leise drei Mal Gegrüßet seist du, Maria beten.
15. An Sonntagen vom Mittag des vorangehenden Samstags bis zum eingeschlossenen Ende der Komplet des Sonntags wird der Englische Gruß von allen stehend gebetet, zum Altar gewendet, mit entblößtem Haupt und an den Seiten herabgelassenen Ärmeln. Und dieser gleiche Ritus wird befolgt in der gesamten Osterzeit. Zu anderen Zeiten beugen wir die Knie und erbitten die Venia über den Fingerknöcheln einander zugewandt. Wenn jemand aber für sich diesen Engelsgruß zum oben beschriebenen Zeichen betet, erbittet er ebenfalls die Venia zum Altar gewendet oder zur Kirche hin.
16. Schließlich wird die Nola-Glocke geläutet für die Dauer eines De profundis [Ps. 129] zur Nachtruhe, nachdem die Brüder vom Oberen besprengt worden sind und sich zurückziehen ins Dormitorium.

Die "Tabula lignea" (das im Osten ebenfalls gebräuchliche "Simandron"), ein wichtiges Instrument zum zusammenrufen der Gemeinschaft. Photo: Cistopedia
 17. Es ist anzumerken, dass alle diese Glockenzeichen während der drei Tage vor Ostern unterbleiben, [und zwar] vom Beginn der feierlichen Messe an Gründonnerstag bis zum Beginn der Messe am Karsamstag. Zwischenzeitlich wird jedoch die hölzerne Tabula [ein Schlagbrett], die im Kreuzgang vor dem Kapitelsaal hängt, zu den einzelnen Horen nach der oben angeführten Ordnung geschlagen.

Freitag, 29. Juli 2011

Rituale cisterciense Deutsch (1892) - 1. Buch, 2. Kapitel (1-10): Wie die Stunde des "Opus Dei" und des Englischen Grußes anzuzeigen ist

Rituale cisterciense (1892), 1. Buch, 2. Kapitel (1-10):
[1.] Nach altem Brauch des Ordens und der Konstitutionen (als man nur zwei Glocken zu haben pflegte) soll die größere immer läuten zum ersten Zeichen der hore, das wir Appellatio ("Anruf") nennen; [außerdem] zum Mixtum (Frühstück), vor dem Mittagessen und danach: zum Biberes (Trunk) und zur Messe. Überdies zu allen (Gottes-)Diensten oder Horen, denen die Konversen beiwohnen sollen: Ausgenommen sind die Prim (wenn sie von den Laudes abgetrennt ist), das Kapitel, die Terz, Sext, non, die Kollatslesung und die Komplet, zu denen immer mit der kleineren Glocke zu läuten ist. Mit jener größeren Glocke ist zu läuten zur Prim, wenn kein Intervall (Pause) zwischen Laudes und Prim gehalten wird, zum Englischen Gruß, zum Salve Regina, zur Krankenkommunion, zur Krankensalbung und beim Ableben eines Sterbenden. Außerdem noch zur Präfation der Konventmesse nach dem dort beschriebenen Ritus.
2. Da es aber schon schwierig ist, der unterschiedlichen Anzahl der Glocken wegen, für alle Klöster eine selbe Regel des Läutens aufzustellen, gilt: Es bleibt, wo es mehr Glocken als zwei gibt, dem Oberen überlassen, wie er die größere [Glocke] bestimmt, um das Zeichen zu geben für die Verschiedenheit der Tage und (Gottes-)Dienste.
3. Im übrigen können alle anderen, mehr oder weniger, nach der Ordnung des Oberen zu den unterschiedlichen Feiertagen läuten, nämlich zu den Vigilien, Prozessionen, Messen, Vespergottesdiensten und Exequien eines Verstorbenen.
4. Zuerst wird vom Sakristan zur festgesetzten Stunde die Nola (kleine Glocke) im dormitorium zu den Vigilien geläutet, solange er den Psalm Erbarme dich meiner beten wird. Nach einer Pause, in der er Licht im Dormitorium und in der Kirche anzünden soll und die Eingänge öffnet, läutet er die größere [Glocke] wie oben beschrieben, oder eine andere dazu bestimmte Glocke, bis zum Zeichen des Oberen.
5. Von den Iden des September an [13. September] bis zum Gründonnerstag wird an Tagen, an denen die Konversen arbeiten, vom Beginn des letzten Psalms der ersten Nokturn die größere Glocke geläutet, damit die Konversen aufstehen. Von Ostern jedoch bis zun den Iden des September [s.o.] wird an diesen Tagen zu den Laudes (zu denen die kleinere Glocke zu läuten pflegt) die größere geläutet, um die Konversen zu wecken, die keine Mittagsruhe haben.
6. Zur Prim, an einzelnen Tagen mit zwölf Lesungen und immer dann, wenn sie von den Laudes getrennt ist, wie es im sommer geschieht, wird die kleinere Glocke geläutet, die größere jedoch, wenn sie mit den Laudes verbunden ist.
7. Zum Kapitel wird immer mit dieser kleineren [Glocke] geläutet, an Tagen ohne Fest oder wenn keine Matutinalmesse gesungen wird, nach der Prim. Wenn jedoch die Messe auf die Prim folgt, [wird zum Kapitel geläutet] nach dieser Messe, bis der Obere das Zeichen gegeben hat.
8. Zur Messe an Tagen ohne Fest oder an Festen, die keine zwei Messen haben [MM. = Duarum Missarum] soll die größere Glocke geläutet werden mit zwei unterbrochenen Zügen etwa gegen Ende der Hore, die [der Messe] vorangeht. An Festen jedoch mit zwei Messen (MM.) und zu anderen festlichen Messen [soll geläutet werden] ohne Unterbrechung. Vom Anfang der Präfation bis zum Ende wird die größere [Glocke] angeschlagen; die kleinere jedoch [wird angeschlagen] mit einem dreifachen Schlag zur Erhebung der Hostie und ebenso zur Erhebung des Kelches.
9. Das erste Zeichen zur Terz wird mit der größeren Glocke um die Mitte der Stunde vor diesem Gottesdienst gegeben, das zweite [Zeichen] aber mit der kleineren, die auch zur Sext geläutet wird.
10. Das Mixtum wird angekündigt (ausgenommen sind hier die Tage des in der Kirche vorgeschriebenen Fastens) mit drei Schlägen der größeren Glocke; an Tagen mit Mittagsmahlzeit vor der Sext, in der übrigen Zeit nach der Sext.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Rituale cisterciense Deutsch - 1. Buch, 10. Kapitel: Von der Weise und Ordnung, die Horen, Hymnen, Antiphonen und Psalmen anzustimmen

Rituale cisterciense (1892), 1. Buch, 10. Kapitel:
[1.] Der den Wochendienst ausübende Priester, der die Horen beginnt, singt alles [Folgende] sehr langsam, ehrfürchtig und gedehnt: O Gott, komm mir zu Hilfe  und zur Komplet Wende dich uns zu.; mit der gleichen Langsamkeit und Gesetztheit schließt der Konvent an: Herr, eile, mir zu helfen oder Und wende den Zorn ab: Man macht eine Pause vor dem Ehre sei dem Vater und vor Wie im Anfang; und alles andere wird weiter unten zu behandeln sein.
2. An [Tagen] mit zwölf Lesungen beginnt der Kantor, der auf der Seite des Invitatoriums steht, die Hymnen zu allen Horen: ausgenommen sind Sext und Non, denn zu diesen Horen beginnt sie derjenige, der unterhalb des Invitators steht. Wenn der Kantor fehlt, hilft derjenige auf der gleichen Chorseite aus, der ihm beigesellt ist. An Tagen ohne Fest jedoch beginnt der Subinvitator alle Hymnen.
3. Der Abt stimmt immer die erste Antiphon in der Ersten Nokturn an. Wenn er fehlt, [tut das] der als Erster im Chor des Invitatoriums steht. Wenn der Abt jedoch anstimmt, stimmt jener den [zugehörigen] Psalm an. Die zweite Antiphon beginnt der Erste nach dem Abt im Chor des den Wochendienst ausübenden Priesters. Die dritte derjenige, der im Chor des Invitatoriums folgt, und so immer abwechselnd. Wann immer jedoch der letzte in einem Chor seine Antiphon angestimmt hat, dann stimmen der vorletzte und die anderen oberhalb in umgekehrter Reihenfolge die Antiphonen an, die noch übrig sind, auch, wenn sie schon etwas angestimmt haben.
4. Das Alleluia  in der Zweiten Nokturn, auch am Ostertag, die Antiphon zu den Cantica, zu den Laudes und zu den übrigen Horen beginnt der Invitator; den Psalm jedoch stimmt derjenige an, der unter ihm steht, oder aber derjenige, der über ihm steht, wenn der Beginnende selbst der Letzte sein sollte.
5. Denn sooft jemand eine Antiphon anstimmt (ausgenommen zum Benedictus und zum Magnificat), so beginnt derjenige, der unterhalb neben ihm steht, den Psalm oder das Canticum, oder aber der über ihm steht, wenn (wie gesagt wurde), derjenige der Letzte sein sollte, der in jenem Chor die Antiphon anstimmt. Doch wenn die Antiphon die ersten Worte des Psalms aufnimmt, dann beginnt der Psalm mit den darauf folgenden Worten.
6. Wenn derjenige, der die Antiphon anstimmen muss, fehlen sollte, dann beginnt sie derjenige, der oberhalb von ihm steht. Nichtsdestotrotz muss er aber seine eigene (wenn ihm eine zukommen sollte) in seiner Ordnung anstimmen. Wenn jedoch der Erste seines Chores fehlt, handelt in ähnlicher Weise, der an zweiter Stelle folgt.
7. Wer immer eine Antiphon beginnt, stehe ehrfürchtig, ein wenig aus der Stalle herausgetreten und mit dem Gesicht zum anderen Chor gewendet, mit entblößtem Haupt, die Hände an den Seiten herabgelassen bis zum Metrum [der Mitte des Psalmverses] des Psalmes; und derjenige, der neben ihm steht stimmt in ähnlicher Weise an. Darauf treten sie gleichzeitig in ihre Stalle zurück. Am Ende des Verses jedoch verneigt sich derjenige tief zum Altar hin, der die Antiphon gesungen hat; darauf stehe oder sitze er wie die anderen. Der Nebenmann jedoch verneigt sich nicht.
8. In gleicher Weise beginnt der Kantor oder der Sukzentor oder (bei zwölf Lesungen) der Abt die Antiphon zum Benedictus und zum Magnificat. Doch wenn der Abt diese anstimmt, dann stimmt der Kantor oder derjenige, der ihn in diesem Chor wohl vertreten soll, das Canticum an. Wenn jedoch der Kantor oder (wenn er abwesend ist) der Sukzentor die Antiphon beginnt, übernimmt jener im selben Chor, der [auch sonst] bei dessen Abwesenheit einspringt, seinen Dienst, und beginnt das Canticum.
9. Die Versikel der Nokturnen und Horen werden vom Invitator stehend gesungen, wie oben beschrieben, mit entblößtem Haupt, zum Altar gewendet, und sich dann verneigend, wenn er den ihm zukommenden Vers gesungen hat; er wartet nicht die Antwort des Chores ab. Wenn [der Invitator] fehlt, singt den Versikel für ihn, der neben ihm oberhalb oder unterhalb steht, wie wir oben von den Antiphonen gesagt haben.
10. Wo in directum [auf einem Ton] gesungen wird, werden die Psalmen in der obigen Ordnung ohne Antiphon angestimmt.

Dienstag, 26. Juli 2011

Rituale cisterciense Deutsch - 1. Buch, 12. Kapitel: Vom Kyrie eleyson

Rituale cisterciense (1892), 1. Buch, 12. Kapitel:
[1.] An Festtagen, das heißt an solchen mit 12 Lesungen, soll der Kantor, der im Chor des Invitators steht, das Kyrie eleyson in den regularen Horen anstimmen, ausgenommen Sext und Non.
2. Denn in diesen Horen an Festtagen und an allen anderen Tagen ohne Fest singt der ganze Konvent einmal Kyrie eleyson, dann macht er eine Pause, dann einmal Christe eleyson, dann macht er eine Pause, und wieder einmal Kyrie eleyson. Und ähnlich geschieht es im Kapitelsaal und im Refektorium.
3. Zu den Messfeiern hingegen wird das Kyrie eleyson immer im Chor des Invitators begonnen, vom Kantor oder vom Sukzentor, die dort stehen: Ausgenommen ist die Matutinalmesse, wenn zwei [Messen] gesungen werden. In ihr nämlich wird das Kyrie eleyson im anderen Chor begonnen, und dieses wird dann wechselseitig neun Mal gesungen; und zwar so, dass der Chor, der beginnt, vier Mal singt Kyrie eleyson, mit einem einmaligen Christe eleyson dazwischen, der andere Chor jedoch zwei Mal Kyrie eleyson singt und zwei Mal Christe eleyson. Das letzte Kyrie eleyson aber beenden beide Chöre zusammen.
4. Zu Totenmessen oder beim letzten Atemzug eines Verstorbenen, zur Krankensalbung und zum Totenoffizium beginnt der Kantor Kyrie eleyson. Zum Segen eines Novizen aber der gesamte Konvent.

Freitag, 22. Juli 2011

Missale cisterciense (1584) - Tonus cisterciensis

Der Zisterziensergesang hat eigene Formen und Wendungen entwickelt, die ihn unverkennbar dem "Reformmönchtum" zuordnen. Das sind vor allem eine Ursprünglichkeit in der Ausführung (beispielsweise heißt es in den offiziellen Texten des 12. Jahrhunderts regelmäßig: "Kyrieleison", ohne auf die Zweigliedrigkeit dieses Rufs zu achten) und die Bodenhaftung der Intervalle samt einer häufigen Beschränkung der Melismatik. Im Folgenden wird hier der Gesang des Vaterunser dokumentiert, wie er im Missale Cisterciense von 1584 notiert ist. P. Fulgence Schneider hatte die Notation in sein Werk (L'Ancienne Messe Cistercienne, Tilbourg 1929) übernommen.




Montag, 18. Juli 2011

Rituale cisterciense Deutsch - 1. Buch, 9. Kapitel: Vom Kreuzzeichen

Rituale cisterciense (1892), 1. Buch, 9. Kapitel:
Vom Kreuzzeichen
Wir bezeichnen [bekreuzigen] uns mit der rechten Hand (die mit dem Kukullenärmel bedeckt ist) von der Stirn zur Brust und von der linken Schulter zur rechten, mit aufrecht stehendem Körper. 1. Nach dem Gebet, bevor wir uns vor dem Altar verneigen, zu Beginn aller kanonischen Horen vor dem Vers O Gott, komm mir zu Hilfe, und vor Converte nos [Richte uns aus] zur Komplet. 2. Vor dem Evangelium, nachdem wir geantwortet haben Ehre sei Dir, o Herr. 3. Zu diesen Worten des Hymnus der Engel [Gloria] Mit dem Heiligen Geist etc. 4. Zu diesen Worten des Trisagion [Sanctus]: Im Namen des Herrn. 5. Nachdem die Komplet gebetet wurde [und] der Priester singt Es segne etc. Zu anderen Gelegenheiten ist es nicht üblich, sich in der Gemeinschaft zu bezeichnen [bekreuzigen]. Der Abt jedoch bezeichnet sich alleine, wenn er feierlich segnet, zum Vers Unsere Hilfe, und gleichfalls der Priester vor dem Exorzismus des zu segnenden Salzes.